26. Feb

05. Mai 2010: “Inklusion – Dabei sein! Von Anfang an.”

Aktion der Initiative "Alle inklusive" in Kiel am 05. Mai 2009 (Foto: Wittig-Koppe)Geschrieben von Karin Ullmann

so lautet das Motto der Aktion Mensch zum diesjährigen Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Seit 1998 ist der 05. Mai auf Initiative der “Aktion Grundgesetz” zu einer festen Einrichtung in Deutschland geworden. Die “Aktion Grundgesetz” hatte sich 1997 gebildet, um für die aktive Umsetzung des 1994 in das Grundgesetz aufgenommene Gebot “Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden” zu kämpfen. Seit 2007 ist die “Aktion Grundgesetz” nun Teil des Aktion Mensch-Projektes “dieGesellschafter.de“.

Bereits seit einigen Jahren steht der Protesttag am 05. Mai unter der Leitidee der Inklusion – verstärkt noch einmal durch das Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland am 26. März 2009. Unter dem Motto “Inklusion – Dabei sein! Von Anfang an.” soll auch dieses Jahr wieder bundesweit in Aktionen und Veranstaltungen auf das Recht von Menschen mit Behinderungen aufmerksam gemacht werden, überall von Anfang an dabei sein zu können. Denn Inklusion bedeutet die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft von Beginn an – für jeden Menschen. Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung soll das Bewusstsein für den Begriff und die Inhalte von Inklusion schärfen und stärken.

Die Aktion Mensch fördert deshalb Aktionen und Projekte zum 05. Mai – durch gezielt einsetzbare Aktionsmittel und Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit sowie durch finanzielle Unterstützung. Machen Sie mit!

Nähere Informationen zum Aktionstag finden Sie hier: www.diegesellschafter.de/aktion/5mai/index.php
Aktionsmittel können Sie hier beantragen: www.diegesellschafter.de/aktion/5mai/aktionsmittel.php 
Näheres zum Förderprogramm finden Sie hier: www.diegesellschafter.de/aktion/5mai/foerderprogramm.php

25. Feb

Veranstaltungsreihe: Mehr Selbstbestimmung und Inklusion für Menschen mit schweren Behinderungen!

Logo LVKM SHGeschrieben von Angelika Köster-Krohn

Selbstbestimmte Assistenz – das ArbeitgeberInnenmodell

Der Landesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen Schleswig-Holstein e.V. (LVKM SH) setzt sich verstärkt dafür ein, das Modell der Selbstbestimmten Assistenz in Schleswig-Holstein umzusetzen.

Bei diesem Modell treten die Menschen mit Behinderung als Arbeitgeber auf: Sie stellen ihre Assistenten selbst ein, leiten sie an und verwalten auch ihren kleinen Assistenzbetrieb selbst. Die Kosten für dieses Modell übernimmt das Sozialamt oder andere Kostenträger.

Der Landesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen Schleswig-Holstein e.V. begleitet Menschen mit Behinderung, die das Assistenzmodell für sich in Anspruch nehmen wollen. Um Menschen, die diesen Weg der Betreuung wählen möchten, zu unterstützen, richtete der Landesverband einen Arbeitskreis ein. Er dient der Klärung aller im Zusammenhang mit dem Assistenzmodell entstehenden Fragen, der Formulierung von Anträgen auf Kostenübernahme, der Begleitung in Widerspruchsverfahren, dem Vertrautmachen mit der Rolle als Arbeitgeber usw.. Hier findet ein reger Erfahrungsaustausch untereinander statt. Weiterlesen »

24. Feb

“Klanggeschichten-Geschichtenklang 2009″: Projekt war ein voller Erfolg

Logo musiculumGeschrieben von Karin Ullmann

Als Teil der Initiative “Alle inklusive” führte das musiculum letztes Jahr mit Förderung des Sozialministeriums Schleswig-Holstein das Inklusions-Projekt “Klanggeschichten – Geschichtenklang” durch. Das musiculum mit Sitz in Kiel ist eine Lern- und Experimentierwerkstatt für Kinder und Jugendliche, in der Musik und Instrumente im Mittelpunkt stehen.  

Im Rahmen des Inklusionsprojektes waren Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen eingeladen, gemeinsam unter professioneller Anleitung Geschichten zu erleben, sich zusammen zu bewegen und gemeinsam zu musizieren. Das Konzept kam gut an, die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren begeistert, und ganz nebenbei wurden Berührungsängste und Barrieren abgebaut und das Verständnis füreinander gestärkt.

Lesen Sie hier den Projektabschlussbericht Klanggeschichten-Geschichtenklang 2009 (PDF, 186 KB)

Hier finden Sie nähere Informationen zum musiculum: www.musiculum.de

23. Feb

Trialog-Seminarreihe der Brücken auch an der Volkshochschule in Neumünster

Brücke Schleswig-Holstein gGmbH LogoLogo der Brücke Neumünster gGmbH Trialog – eine Seminarreihe, die gemeinsam von der Brücke Neumünster Schleswig-Holstein, der DRK-Tagesklinik und der vhs Neumünster veranstaltet wird. Die Seminare werden trialogisch gestaltet, d. h. Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige und Professionelle bringen jeweils ihre Sichtweisen und Erfahrungen in die gemeinsame Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen ein.

Neben der Veranstaltungsreihe “Trialogisches Seminar Neumünster” (siehe Bericht vom 18.02.2010), die jeden ersten Dienstag im Monat stattfindet, gibt es auch eine trialogische Seminarreihe, die in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule in Neumünster stattfindet. In zwei ersten geplanten Veranstaltungen stehen die Themen “Komasaufen” und “Ausdrucksformen von Depressionen in verschiedenen Kulturen” im Mittelpunkt.

Hier finden Sie nähere Informationen zu den Veranstaltungen: Trialog Neumünster mit vhs (PDF, 31 KB)

22. Feb

Wohnprojekt Lindenhain in Kaltenkirchen: Zweites Wohnhaus wurde bezogen

Logo Wohnprojekt Lindenhain in KaltenkirchenGeschrieben von Gerda Behrends

Anfang 2010 wurde das zweite Haus des inklusiven Wohnprojektes „Lindenhain“ in Kaltenkirchen bezogen. Dieses Projekt der Lebenshilfe Kaltenkirchen und des Architektenbüros / Bauunternehmens Böttcher wird vom Innenministerium Schleswig-Holstein gefördert und vom Projekt Inklusionsbüro des Landesverbandes Lebenshilfe Schleswig-Holstein im Rahmen einer Wirkungsprüfung begleitet. Es besteht aus drei Wohnhäusern mit insgesamt 60 Wohnungen. Es gibt Wohnungen mit 2, 3 oder 4 Zimmern. Alle sind barrierefrei, 8 Wohnungen sind rollstuhlgerecht. Hier können - und sollen - ganz unterschiedliche Menschen wohnen: Menschen mit und ohne Behinderung, alte und junge Menschen, Familien, Paare und Einzelpersonen.

Im ersten Haus haben sich die Mieter, die vor etwa einem Jahr dort einzogen, bereits gut eingelebt. Es gab die ersten Mieterversammlungen, die Menschen lernen sich kennen, und die Nachbarschaft wächst zusammen

Im neu bezogenen Haus 2 sind nun auch alle Wohnungen belegt, bis auf zwei, die ab März vermietet sind. Wie schon bei dem ersten Haus wurde auch bei diesem Haus großer Wert auf eine sorgfältige Auswahl der Mieter gelegt. Es wohnen ganz verschiedene Menschen hier: Menschen mit und ohne Behinderung, Menschen aller Altersgruppen, Menschen unterschiedlicher Herkunft. Weiterlesen »

20. Feb

Heutiger “Welttag der Sozialen Gerechtigkeit” soll die Ziele des “Weltgipfels für Soziale Entwicklung” fördern

Menschen (© Mensch Zuerst)Geschrieben von Karin Ullmann

Bereits im März 1995 fand in Kopenhagen der “Weltgipfel für Soziale Entwicklung” statt. Damals verabschiedeten die teilnehmenden Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die sogenannte “Kopenhagener Erklärung” und ein Aktionsprogramm. Der Weltgipfel erkannte an, dass soziale Entwicklung auf sozialer Gerechtigkeit, Solidarität, Harmonie und Gleichheit beruhe – in und zwischen den einzelnen Ländern. Soziale Gerechtigkeit und soziale Gleichheit seien die fundamentalen Werte aller Gesellschaften.

In 10 Verpflichtungen haben die Staats- und Regierungschefs ihre Ziele definiert, zum Beispiel die Armut in der Welt zu beseitigen, Vollbeschäftigung zu erreichen, die soziale Integration und die uneingeschränkte Achtung der Menschenwürde zu fördern und einen allgemeinen und gerechten Zugang zu einer guten Bildung zu verwirklichen. Diese Ziele gelten ausdrücklich für alle Menschen in allen Gesellschaften. Die Staaten wollen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene “besondere Anstrengungen unternehmen [...], um Ungleichheiten im Hinblick auf soziale Verhältnisse zu beheben, ohne Unterschied nach Rasse, nationaler Herkunft, Geschlecht, Alter oder Behinderung”.

Der heutige “Welttag der Sozialen Gerechtigkeit”, der 2009 zum ersten Mal begangen wurde, soll zu einer weiteren Verstärkung der Anstrengungen der Internationalen Gemeinschaft führen, soziale Gerechtigkeit umzusetzen – überall und für alle.

Hier finden Sie die “Kopenhagener Erklärung” und das Aktionsprogramm: www.un.org/Depts/german/wirtsozentw/socsum/socsum2.htm

19. Feb

UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen als Herausforderung für das ärztliche Handeln und das Gesundheitswesen

Ärztin (© Mensch Zuerst)Geschrieben von Karin Ullmann

Zentrale Kommission zur Wahrung ethischer Grundsätze in der Medizin und ihren Grenzgebieten (Zentrale Ethikkommission) bei der Bundesärztekammer gibt Stellungnahme ab

Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen fordert die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gesellschaft – in allen Bereichen. Zu einigen Bereichen, die in den einzelnen Artikeln der Konvention beschrieben sind, gibt es bereits zahlreiche Veröffentlichungen und Positionspapiere, die Vorschläge zur Umsetzung der geforderten Rechte machen, zum Beispiel zu den Themen Beschäftigung, Zugänglichkeit oder Bildung.

Die Zentrale Ethikkommission bei der Bundesärztekammer hat nun eine Stellungnahme zum Themenbereich Gesundheit herausgegeben. In dem vierseitigen Dokument werden nicht nur die Leitprinzipien und -begriffe der UN-Konvention aufgegriffen, sondern auch die sich ergebenden Anforderungen an das Gesundheitswesen und die Arzt-Patienten-Beziehung näher beleuchtet. Die Zentrale Ethikkommision möchte mit der Stellungnahme Diskussionen und konkrete Umsetzungen der in der UN-Behindertenrechtskonvention festgelegten Rechte für Menschen mit Behinderungen fördern.

Lesen Sie hier die Stellungnahme der Zentralen Ethikkommission zur UN-Behindertenrechtskonvention (PDF, 264 KB)

18. Feb

Trialogisches Seminar Neumünster – jeden ersten Dienstag im Monat

Brücke Schleswig-Holstein gGmbH Logo

Geschrieben von Michael Grüneberg

Das Trialogische Seminar in Neumünster wird vorbereitet und veranstaltet von einer trialogischen Gruppe (Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige, Professionelle), die sich zusammensetzt aus VertreterInnen der Psychiatrie-Erfahrenen und der Angehörigengruppe der Logo der Brücke Neumünster gGmbH Brücke Neumünster sowie MitarbeiterInnen der Brücke Neumünster gGmbH, der Brücke Schleswig-Holstein und der DRK-Tagesklinik.

Ziel dieses Seminars ist der Erfahrungsaustausch über psychische Erkrankungen und psychiatrische Einrichtungen.

Eingeladen sind Menschen, die psychische Erkrankungen erlebt haben, Angehörige, MitarbeiterInnen psychiatrischer Einrichtungen, StudentInnen, PraktikantInnen, interessierte MitbürgerInnen.

In den Veranstaltungen werden themenbezogene Informationen vermittelt. Zugleich sollen durch den Erfahrungsaustausch möglichst viele Sichtweisen zusammengetragen werden.

Vielleicht entsteht auf diese Weise tieferes Verständnis zwischen den verschiedenen beteiligten Gruppen und Menschen. Dies kann auch ein Beitrag zum Abbau von Vorurteilen und zur Verhinderung von Stigmatisierung sein.

Die Veranstaltungen finden jeden ersten Dienstag im Monat jeweils von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr in den Räumen des Ambulanten Dienstes der Brücke Neumünster gGmbH, Großflecken 41 statt.

Eine Übersicht über die einzelnen Veranstaltungsthemen finden Sie hier: Trialogisches Seminar Neumünster (PDF, 48,7 KB)

17. Feb

“Wir werden Helden! – Abenteuer für alle” – Projektabschlussbericht jetzt auf www.alle-inklusive.de

Logo WaldritterGeschrieben von Karin Ullmann

Als Bestandteil der Initiative “Alle inklusive” hat der Waldritter e. V. im vergangenen Jahr im Rahmen seines Projektes “Wir werden Helden! – Abenteuer für alle” insgesamt acht Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Schleswig-Holstein durchgeführt. Die Waldritter, die unter dem Motto “Spannende Abenteuer erleben – Heimische Natur erkunden – Soziale Fertigkeiten erlernen” agieren, setzen der sich ausbreitenden medialen Welt reizvolle Märchen- und Fantasyspiele im Wald entgegen. Ein bundesweit erfolgreiches Konzept!

In Schleswig-Holstein waren alle Waldritter-Spiele zum ersten Mal ausdrücklich inklusiv ausgerichtet – eingeladen waren Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderungen. Jeder Mensch mit seinen eigenen Bedürfnissen konnte an den Spielen, die von eigens dafür geschulten Gruppenleiterinnen und -leitern pädagogisch angeleitet werden, teilnehmen. Der Projektabschlussbericht “Wir werden Helden! – Abenteuer für alle” ist jetzt auf www.alle-inklusive.de verfügbar.

Lesen Sie hier den Waldritter-Projektabschlussbericht (PDF, 1,66 MB).

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Spielen und zum Verein: www.waldritter.de

16. Feb

15. Weltkongress 2010 von Inclusion International: Frühbucherrabatt verlängert!

Logo Weltkongress Inclusion International 2010Geschrieben von Karin Ullmann

“Inklusion – Rechte werden Wirklichkeit” – so lautet das Motto des 15. Weltkongresses von Inclusion International. Über 900 Menschen aus aller Welt haben sich bereits zu dem Kongress, der vom 16. – 19. Juni 2010 in Berlin stattfindet, angemeldet. Erwartet werden im Juni bis zu 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Der Weltkongress möchte einen wesentlichen Beitrag zu der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen leisten und das gleichberechtigte Zusammenleben aller Menschen in der Gesellschaft nachhaltig fördern.

Um möglichst vielen Menschen die Teilnahme am Kongress zu ermöglichen, haben die Veranstalter (Inclusion Europe, Bundesvereinigung Lebenshilfe, Inclusion International) nun den Frühbucherrabatt bis zum 31. März verlängert.

Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier: www.inclusion2010.de

15. Feb

Fachtagung zum 13. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung auch auf Landesebene

Kinder und Jugendliche (© Mensch Zuerst)Aus der Einladung:

Die Inanspruchnahme von Hilfen für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen wird stark erschwert durch die Komplexität eines hochdifferenzierten Unterstützungssystems, das für die Anspruchsberechtigten kaum zu durchschauen ist. Oft ist unklar, dass und wo es Hilfen gibt. Erschwerend wirkt, dass die Teilsysteme von Jugend-, Sozialhilfe, Schule und Gesundheitswesen oft isoliert arbeiten und wenig über einander wissen; unzweckmäßige Konkurrenzen statt Kooperation sind keine Ausnahme. Die Folge ist ein fachlich kaum begründbares Sortieren und Separieren, das insbesondere Kinder mit Behinderungen betrifft.

So lautet die Kritik der Kommission des 13. Kinder- und Jugendberichtes (KJB). Sie wurde von der Bundesregierung in ihrer Stellungnahme aufgegriffen, um unter der Zielvorstellung eines inklusiven Aufwachsens ressort- und disziplinübergreifende Vernetzungen der Teilsysteme anzustossen und und als eine “große Lösung” alle Zuständigkeiten der Kinder- und Jugendhilfe zuzuordnen. Weiterlesen »

12. Feb

Ausgewählter Ort des Tages im Land der Ideen 2010: Die Firma draisin entwickelt Fahrräder für Menschen mit Behinderungen

Fahrradfahrer (© Lebenshilfe SH)Geschrieben von Karin Ullmann

Eine Fahrradtour machen, mit dem Rad zum Einkaufen fahren oder sogar eine Urlaubsreise mit dem Fahrrad – was für viele Menschen selbstverständlich und unspektakulär klingt, bleibt für Menschen mit Behinderungen häufig nur ein Gedanke oder ein unmöglicher Wunsch. Die im Handel gängigen Fahrradmodelle sind in der Regel nicht an die besonderen Bedürfnisse der verschiedensten Menschen angepasst.

Doch so unmöglich sind diese Wünsche gar nicht: Die Firma draisin mit Sitz in Achern (Baden-Württemberg) nimmt sich seit einigen Jahren dieses Problems an und entwickelt spezielle und individuelle Fahrräder – für jeden Menschen, für jeden Bedarf. Die kreativen Fahrradmodelle sind nicht nur eine Therapiemöglichkeit, sondern fördern auch Selbstbestimmung und Unabhängigkeit der Menschen. Gefördert wird auch der Gedanke der Inklusion: die Firma verkauft ihre Fahrräder nicht nur, sondern vermietet sie auch und organisiert Touren und Urlaubsfahrten – für Menschen mit und ohne Behinderungen.

Heute ist die kreative Firma draisin in Achern “Ausgewählter Ort des Tages” im Land der Ideen 2010 (siehe auch Bericht vom 28.09.2009). “Deutschland – Land der Ideen” ist ein bundesweit erfolgreicher Wettbewerb, der Deutschlands beste Ideen sucht und auszeichnet. Als Ergebnis wird jeden Tag des Jahres eine dieser Ideen als “Ausgewählter Ort des Tages” mit einer Veranstaltung präsentiert.

11. Feb

“Kommunaler Index für Inklusion”: Aktive Mitarbeit erwünscht!

Checkliste (© Mensch Zuerst)Geschrieben von Karin Ullmann

Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft (Bonn) führt aktuell das Projekt ”Kommunaler Index für Inklusion” durch. Als erster Schritt wurde nun ein Arbeitsbuch zum Thema entwickelt und veröffentlicht. Alle Arten von Einrichtungen (z. B. Kommunen, Bildungsträger, Organisationen, Verbände, Kirchen, aber auch Unternehmen und Behörden) haben die Möglichkeit und sind aufgerufen, sich von jetzt an mithilfe des Arbeitsbuches aktiv am Projekt zu beteiligen.

 Das Arbeitsbuch “Kommunaler Index für Inklusion” orientiert sich an den bereits bestehenden Indizes für Inklusion für Schulen und für Kindertagesstätten, die im Original von den beiden britischen Pädagogen Mel Ainscow und Tony Booth entwickelt wurden. Der Index für Inklusion ist eine Art Fragenkatalog, dessen Fragen anregen sollen, Einrichtungen, wie z. B. Schulen oder Kitas, auf ihre Teilhabemöglichkeiten zu überprüfen bzw. bestehende Barrieren, die Teilhabe für Alle verhindern bzw. erschweren, aufzuzeigen. Der “Kommunale Index für Inklusion” versucht, den Index für Schulen auf das Gemeinwesen und kommunales Handeln zu übertragen. Weiterlesen »

10. Feb

„Inklusive Pädagogik – Das Ende der Integration?“ – 2. Fachtag des Quer-Wege e. V. am 18.03.2010 in Jena

Logo Quer-Wege e. V. Geschrieben von Alice Vehlgut

Der Verein Quer-Wege aus Jena, der seit 15 Jahren dafür sorgt, dass Kinder mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen gemeinsam in Kitas und Schulen aufwachsen und lernen können, veranstaltet am 18. März seinen 2. Fachtag. Dieser steht unter dem Motto „Inklusive Pädagogik – Das Ende der Integration?“. Als Gastrednerin begrüßen wir Prof. Dr. Jutta Schöler, Mitbegründerin des Jacob-Muth-Preises für Inklusive Schulen.

Alle Kinder – ganz gleich, wie verschieden sie sind – sollen in Kitas und Schulen gemeinsam leben und lernen. Die UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen fordert Inklusion für das gesamte deutsche Bildungssystem. Kinder sollen nicht mehr separiert und auch nicht mehr nur integriert werden, sondern die gleichen Chancen haben und voneinander profitieren. Der Fachtag soll die Diskussion über Inklusive Bildung in Thüringen bereichern und Antworten geben auf Fragen wie: Welche Bedingungen müssen Kitas und Schulen für gemeinsames Lernen schaffen? Wie passen Chancengleichheit und individuelle Förderung zusammen? Was bedeutet Inklusion für die Gesellschaft?

Termin: Donnerstag, 18. März 2010, 18.00 bis 21.30 Uhr
Ort: Bilinguale Integrative Kita BILLY, Ammerbacher Str. 23, 07745 Jena
Referentin: Prof. Dr. Jutta Schöler, Erziehungswissenschaftlerin, Pädagogin sowie Mitbegründerin des Jakob-Muth-Preises für Inklusive Schulen

Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier: http://quer-wege.de/5995,5995,0,5995,0.htm

09. Feb

Neues Internet-Portal www.deafservice.de für Hörgeschädigte gelauncht

Gebärdensprache (© Mensch Zuerst)Geschrieben von Judit Nothdurft

Unter dem Namen www.deafservice.de wurde ein neues Internetportal für Menschen mit Hörbehinderung gelauncht, das eine Hilfe zum barrierefreien Alltag darstellt.

Nach 2 Wochen Testlaufzeit wurde am 01.02.10 das neue Portal www.deafservice.de als virtueller Lotse für Hörgeschädigte gelauncht. Auf dieser Plattform werden deutschlandweit wichtige Adressen, z. B. Ärzte, Beratungsstellen, Fahrschulen, Logopäden, Rechtsanwälte und sonstige Dienstleistungsbetriebe, registriert, bei denen die Zielgruppe von einem hörgeschädigten Mitarbeiter oder von einem Mitarbeiter, der gebärden kann, beraten wird.

Es ist eine Art virtuelles Branchenbuch mit wichtigen zusätzlichen Informationen. So wird bei jedem Firmeneintrag explizit der Ansprechpartner genannt, der die Gebärdensprache beherrscht. Hörgeschädigte müssen auch die Möglichkeit haben, intime Gespräche beim Arzt oder beim Psychotherapeuten ohne den Einsatz fremder Hilfe führen zu können. Um Termingestaltung und weitere Kommunikation für Gehörlose zu ermöglichen, werden auch SMS und Fax erfasst. Die ersten Adressen sind bereits registriert und nach Branchen gelistet, eine weitere Strukturierung erfolgt nach PLZ. Weiterlesen »

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